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Frisch Auf II mit Meisterleistung
(höh) Es war eine Leistung ganz dem Anlass entsprechend. Kurzum: Einfach meisterlich. Mit einer Topleistung vor der Topkulisse von 400 Zuschauern feierten die Regionalliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen im Topspiel den Titelgewinn in der Regionalliga. BWHV-Vizepräsident Eberhard Golger überreichte unter großen Jubel der Spielerinnen und der Fans den Baden-Württembergischen Meister-Wimpel. Das Team von Trainerin Julia Bauer ließ dem seitherigen Tabellenzweiten HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen II in der Göppinger EWS Arena im Derby beim 30:22 (14:9) keine Chance und krönte eine nahezu makellose Spielzeit. „Alles, was jetzt noch kommt, ist ein tolles Zubrot, das sich das Team mit seinen starken Leistungen absolut verdient hat. Vielleicht gelingt uns der ganz große Wurf, wir geben unser Bestes“, sagte Trainerin Julia Bauer mit Blick auf die Aufstiegsrunde, für die die Termine noch nicht vorliegen, da in der Göppinger Staffel der zweite Teilnehmer erst am kommenden Wochenende endgültig feststeht, während mit der TSG Haßloch und dem TSV Ebersberg bereits die Meister und Vertreter aus den anderen Regionalligen fix sind.
Druck hat das Perspektivteam der Frisch-Auf-Frauen in den sechs Spielen keinen. Und genau das könnte zu einer Leichtigkeit führen, mit der die jungen Göppingerinnen schon in den vergangenen Wochen und Monaten durch die Saison marschierten. Das Team ist total im Flow. Dabei verlief der Auftakt alles andere als optimal: Frisch Auf II startete mit einem 24:32 bei der HSG Fridingen/Mühlheim in die Runde. Doch ließen sich Trainerin Julia Bauer und ihre Schützlinge davon nicht beirren. Sie wussten die Niederlage und die Umstände, die dazu führten, richtig einzuordnen und sind im Anschluss durch die Liga gefegt. Lediglich zwei weitere Niederlagen folgten, einmal in eigener Halle gegen den HC Schmiden/Oeffingen (29:30), der nach dem Göppinger Erfolg jetzt die besten Karten auf Platz zwei hat. Und eben im Hinspiel gegen den Kontrahenten vom Samstag (27:30). Die Motivation beim Göppinger Team war daher groß. „Das Team wollte unbedingt Revanche nehmen für die Hinspiel-Niederlage und natürlich die Meisterschaft eintüten“, so Julia Bauer.
Dementsprechend fokussiert und konzentriert trat das Göppinger Perspektivteam das Spitzenduell gegen den württembergischen Nachbarn an. Man merkte Frisch Auf II die Spielfreude und den Spaß an der Partie an. Trotz allem war mit einer derartigen Dominanz nicht zu rechnen, da auch das Gästeteam in dieser Spielzeit überzeugend auftrat und in Trainertochter Katharina Goldammer, Ida Gaugisch oder Klara Schlipf über einige Talente in seinen Reihen verfügt. Die Gastgeberinnen waren jedoch vom Anwurf weg voll da. Über 7:3 (18.), 12:6 (25.) ging es zum 14:9-Pausenstand. In den zweiten 30 Minuten keimte bei den Gästen kurzzeitig Hoffnung auf, als sie auf 12:15 (34.) herankamen. Das Göppinger Perspektivteam war aber kurz darauf auf 20:13 (40.) enteilt. In der Folge blieb es meist beim Vorsprung von sieben Treffern. Vier Minuten vor dem Ende nahm Julia Bauer beim Stande von 27:22 ihre letzte Auszeit. Melina Theiss, Nicola Merz und Hannah Eisenbraun schraubten das Ergebnis mit einem 3:0-Lauf in die Höhe. Danach gab es kein Halten mehr. „Wir haben die ganze Saison über sehr hart für diesen Erfolg gearbeitet“, sagte Außenspielerin Sophia Mohr, die in der neuen Runde in den Bundesligakader der Frisch-Auf-
Frauen aufrückt. „Man hofft immer, oben mitspielen zu können, aber dass es am Ende so gut läuft, fühlt sich einfach nur richtig toll an.“ Die ganzen positiven Emotionen nehme man nun in die Aufstiegsrunde mit. „Wir haben dort nichts zu verlieren und wollen einfach zeigen, was wir können. Mal schauen, was dann noch für uns möglich ist.“
FRISCH AUF Frauen II: Bauer, Fürst; Dolderer, Effinger, Ehmann (4), Eisenbraun (3), Ertl, Häfele, Maldener, Matthes (1), Jennifer Merz (3/2), Nicola Merz (6), Mohr (4), Pilat (2), Schmid (3/3), Theiss (4).